Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

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Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#1

Beitrag von Kamphausen » 09.06.2017, 19:05

Moin

Aufgrund meiner Probleme bei der Zylinderkopfdemontage wollte ich mal fragen, wer schon Erfahrungen mit Stehbolzenausdrehern hat....

Bevor ich mir jetzt für teuer Geld (Hazet >300€ :lol: ) so nen Satz kaufe: taucht datt watt und welche Gewindegröße haben die Zylinderkopfbolzen beim TR6 eigentlich?

Ist wohl in Verbindung mit nem Schlagschrauber die einzige Möglichkeit, die Stehbolzen zu entfernen, die den Kopf am Rumpf halten....

Peter
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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#2

Beitrag von MadMarx » 09.06.2017, 19:45

mit den ausdrehern kannst du vergessen.

mutter aufschweißen, und dann mit brutaler gewalt hoffen, daß er nicht abreißt, wenn du drehst.

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#3

Beitrag von Drolli » 09.06.2017, 20:07

hallo Peter,
diese Teile funktionieren sehr gut
https://www.rs-werkzeuge.de/Stehbolzen- ... 0wodZCAP1A
auch das Teil geht auch,https://www.ebay.de/itm/Stehbolzen-Ausd ... 1533674742
gibt es natürlich auch von HAZET oder Stahlwille
Gruss Carl

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#4

Beitrag von runup » 09.06.2017, 20:36

Kamphausen,Du arme S.......
aber die "Stud remover" von -rs-werkzeuge- sind sehr gut.
Gruß aus dem Süden der Region :-D

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#5

Beitrag von DietmarA » 09.06.2017, 21:02

Den https://www.ebay.de/itm/Stehbolzen-Ausdr ... 1533674742 kannst du nehmen. Allerdings sind die Stehbolzen hinterher Schrott.
Ich hatte gerade das gleiche Problem und habe mir gleiches von Gedore gekauft. Wenn die Stehbolzen richtig festsitzen zerdrückst du damit das Gewinde.
Die andere Variante greift mit 3 Rollen am Umfang. Ist damit deutlich schonender. Das Problem ist schlichtweg, dass die metrischen Ausdreher nur knapp auf die zölligen Gewinde passen. Die Stehbolzen vom Zylinderkopf haben etwa 11,2 mm. Der 12mm Ausdreher greift nicht.
Insofern kann man gleich den Tipp von Christian befolgen.
Gruß
Dietmar

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#6

Beitrag von peterq » 09.06.2017, 21:25

Hallo Peter,

Ich habe ein ähnliches Werkzeug wie die Ebay Variante.

Wenn der Kopf noch drauf ist funktioniert das nicht. Erstens greifen die gerändelte Räder nur auf dem Gewinde, das ist nachher beschädigt. Zweitens wird der komplette Bolzen tordiert und löst sich nicht, nur wenn der Kopf runter ist und du das Werkzeug ganz unten, direkt am Motorblock ansetzen kannst. Dann aber problemlos, die Oberfläche wird trotzdem beschädigt.

Mutter aufschweissen, Rostlöser, evt. mit Schlagschrauber arbeiten. Nicht nur versuchen zu lösen, auch festdrehen, das hin und her löst den Rost im Gewinde.

Viel Spass und immer mit Geduld und Ruhe. Kaputt ist kaputt, dann war alles um sonst.

Gruß Peter.

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#7

Beitrag von Kamphausen » 09.06.2017, 23:38

Scheiß auf die Bolzen....Die Idee von Christian/Peter hatte mir V8-Andreas auch schon angeraten...da wird´s wohl drauf hinaus laufen.....

Wobei ich eher an die Ausdreher von Snapon etc gedacht: https://store.snapon.com/Stud-Remover-Sets-C675443.aspx / https://www.ebay.de/itm/140916183023



Damit werden die Gewinde nicht verletzt...
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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#8

Beitrag von gelpont19 » 10.06.2017, 08:08

Moin Peter,

...irgendwie erschliesst sich mir nicht der Vorteil der snap ons zu zwei gekonterten Muttern. Da passen dann wenigstens die Gewinde...
Sollte die Konterung nicht halten, würde ich auch, wie Christian schreibt festschweissen.
Die Bolzen kannste eh in die Tonne werfen - sei froh, wenn kein stück im Block abbricht, das wäre dann wirklich arg.

Der unterschied zwischen - Maulschlüssel ansetzen und Schlagschrauber ist die hohe Dynamik - Richtung ständig wechseln !. An Motor I hab ich für die Dog nut 2 std. 3 Fluppen und wahrscheinlich für 10 EUR Druckluft gebraucht, aber die Schraube war O.K.

win
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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#9

Beitrag von Kamphausen » 10.06.2017, 09:22

Snapon zieht sich weiter fest, je mehr Kraft man aufbringt...das dürfte dann auch nicht mehr rutschen....

ja...ja....

Mir fehlt noch einiges an Werkzeug für das Hobby....bis ich das Manko ausgeglichen hab, ist vermutlich erst mal Essig mit "weiter basteln"....

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Peter
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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#10

Beitrag von 962c » 10.06.2017, 09:32

Hallo in die Runde,

ich bin der Meinung das so ein Bolzenausdreher keine Chance hat wenn der Bolzen fest gemoddert ist, die Frage wäre wieviel Platz/Raum ist zwischen Bolzen und der Bohrung im Zylinderkopf.
Kürzlich hatte ich das Problem an einen alten 12 Zyl. Ferrari Motor, die Stehbolzen liesen sich nicht aus dem Alublock drehen. Wärme, Kälte und einige Dosen Rostschocklöser brachten keinen Erfolg. Letztendlich habe ich mir eine dünne Stahlhülse gedreht die knapp unter dem Toleranzmass zwischen Bolzen und Bohrung war, die Hülse an einem Ende mit Sägezähnen versehen, am anderen Ende einen Sechskant eingelötet. Das Werkzeug ist im Prinzip wie eine Lochsäge/Krone. Es geht in diesem Fall ja nicht darum ein Loch zu bohren, vielmehr nur den Rost/Schmutz zwischen Bolzen und Bohrung zu entfernen. In meinem besagten Fall konnte ich so den Bolzen bis auf den "Grund"(Gewindeanfang/Block) gehen, anschließend liesen sich die Bolzen mit dem Ausdreher gut entfernen, im Falle des TR Zyl.Kopfes müsste dieser dann entfernt werden können. Diese Methode ist natürlich auch zeitaufwendig, ist aber besser als sich neben die Werkbank zu setzen und zu warten bis ein Wunder geschieht, gar ein Selbstheilungsprozess das Problem löst.

Alle Wege führen zum Ziel ...ob diese Methode jetzt beim TR Motor anwendbar ist ???

Gruß
Thomas

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#11

Beitrag von Fuzzy » 13.06.2017, 17:17

Hi Peter,
also bis jetzt bin ich immer ohne die Spezialausdreher ausgekommen.
Hab es wie die Meisten mit zwei gekonterten Muttern, Kriechöl und sanften Hammerschlägen axial/radial gemacht.
Dabei sollen die Schläge eher für Vibrationen sorgen, die den Rost zerstören, bzw. mürbe machen. Nach meiner Theorie dringt dann auch das Öl besser ein.
Zusätzlich hab ich dann immer den Ringschlüssel ebenfalls mit Hammerschlägen hin und her geklopft.

Wärme kann auch nicht schaden.

Und am Ende >>>> Geduld immer wieder und immer wieder....... :) :yes:


Das schaffst du !!!! :yes:


Gruß,
Jörg

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#12

Beitrag von Fuzzy » 13.06.2017, 17:27

Ach noch was.
Mit dieser Methode gibt es auch keine Druckstellen auf den Gewinden.
Und warum müssen die Stehbolzen getauscht werden, wenn keine Dehnung vorliegt?

Klar gedehnte Zylinderkopf-Stehbolzen gehören getauscht.

Aber am Ende wird jeder sein Hausmittelchen haben :top:


Viel Erfolg.

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#13

Beitrag von gelpont19 » 13.06.2017, 18:08

...schei... was auf die Bolzen... wenn ich die so vorfinden würde, kämen da neue rein. Auch "gesunde" Bolzen würde ich nur 2x verwenden. Das Augenmerk sollte sich auf den Block richten.

Einen mehrstufig einstellbaren Schlagschrauber findest du hier :

https://www.contorion.de/drucklufttechn ... 13165809:s

Max. 1.100 Nm - piano anfangen....nich das was abbricht.
Ein brauchbarer Kompressor liegt so um die 400 - 500 EUR. Da hat man was eigenes.... selbst die Luftpistole brauche ich gefühlt jeden 2. Tag. Sei es nur um meine Jeans sauber zu blasen...
Eine Anschaffung, die sein muss....

win
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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#14

Beitrag von Fuzzy » 13.06.2017, 21:14

Hi,
vielleicht bin ich blind, aber ich habe weder unbrauchbare noch brauchbare Bolzen gesehen. :-?

Klar, wie schon geschrieben, wenn die Bolzen vergeigt sind, dann immer erneuern. Wer Kohle und Freude daran hat vielleicht incl. Muttern sogar von ARP.

Wenn Peter sowieso einen Kompressor braucht und ohne Hazet-Schlagschrauber nicht mehr klar kommt, dann soll er zuschlagen. Brauchen kann man das immer.
Ob es für diese Aufgabe zwingend notwendig ist...... :-?

Und ja, ich habe in den letzten 20 Jahren auch schon den einen oder anderen TR Gussklumpen zerlegt und das auch schon ohne fetten Kompressor und Schlagschrauber. :)

Aber es stimmt schon, den Komfort einer gut sortierten Werkstatt....., das möchte ich auch nicht mehr missen. Man wird ja auch älter und bequemer.


Wie auch immer, Peter ich bin mir sicher, du schaffst das :top:



Gruß,
Jörg

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Re: Stud removers / Stehbolzen Ausdreher

#15

Beitrag von gelpont19 » 14.06.2017, 08:46

Jörg - wenn die Bolzen eine Verbindung mit Block oder Kopf eingegangen sind, muss ich die nicht sehen, um zu entscheiden, ob ich die erneuer...

...und was die Kosten Kompressor und Schlagschrauber angeht... meiner ist auch gebraucht gekauft und läuft schon 4 J. Man kann damit (Speichervolumen) auch kostengünstig lackieren (wo´s nicht so darauf ankommt) vor allem aber beim Reinigen sauberblasen.

Ohne vernünftiges Werkzeug richteste auf Dauer nur Schaden an. Wenn man schon wie Peter ne 2. Baustelle aufmacht sollte man seine Ausrüstung überdenken...

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